Act I Scene 3-1 Weh, Ach Wehe! lyricsby Wagner
Brangäne
Weh, ach wehe! Dies zu dulden! Isolde (dem furchtbarsten Ausbruche nahe, schnell sich zusammenraffend) Doch nun von Tristan! Genau will ich's vernehmen. Brangäne Ach, frage nicht! Isolde Frei sag's ohne Furcht! Brangäne Mit höf'schen Worten wich er aus. Isolde Doch als du deutlich mahntest? Brangäne Da ich zur Stell' ihn zu dir rief: wo er auch steh', so sagte er, getreulich dien' er ihr, der Frauen höchster Ehr'; ließ' er das Steuer jetzt zur Stund', wie lenkt' er sicher den Kiel zu König Markes Land? Isolde (schmerzlich bitter) "Wie lenkt' er sicher den Kiel zu König Markes Land?" (grell und heftig) Den Zins ihm auszuzahlen, den er aus Irland zog! Brangäne Auf deine eignen Worte, als ich ihm die entbot, ließ seinen Treuen Kurwenal Isolde Den hab ich wohl vernommen, kein Wort, das mir entging. Erfuhrest du meine Schmach, nun höre, was sie mir schuf. |